Vom Gästehaus zum 50er Jahre Design Hotel Vosteen

Das Haus Vosteen, wie es heute mit seinen 7,70 m Breite noch da steht, öffnete seine Pforten für Gäste bereits im Januar 1954. Das sind nun über 55 Jahre Geschichte!

Bereits 1932 haben Herr und Frau Vosteen in der nahegelegenen Wielandstraße (im Stadtteil Johannis) in einer wunderschönen Jugendstilvilla aus der Gründerzeit, mit Freitreppe in den parkähnlichen Garten, ein Gästehaus betrieben. Schon damals waren Menschen aus Berlin, Paris, China, Syrien, den USA – schlichtweg aus der ganzen Welt - zu Gast bei Familie Vosteen.

Von der Modeschöpferin zum Amtsträger des „Pour le Mérite“ Ordens, dem Fluglehrer von Heinz Rühmann, Fabrikanten, Handelsreisenden, Schauspieler, bis hin zu der Ehefrau/Gemahlin, damals noch eine Berufsbezeichnung, die unterschiedlichsten Menschen gingen hier ein und aus.

Im nun folgenden zweiten Weltkrieg wurde das Haus lange Zeit von den Amerikanern in Beschlag genommen, Familie Vosteen kehrte schließlich wieder in ihre alte Heimat nach Buchholz bei Bremen zurück. 1953 war es Frau Sophie Vosteen möglich, in der Lindenaststrasse ein Grundstück zu kaufen, um ihren alten Traum eines Gästehauses weiterhin verwirklichen zu können.

Das neu erbaute Haus Vosteen – die altbekannte Pension im neuen Haus – so war die Überschrift der orange farbenen Broschüre von 1954.

Es folgte ein 50 jähriger Dornröschenschlaf, in dem weiterhin die verschiedensten Gäste kamen und gingen, beispielsweise Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, Schauspielerin Ruth Leuwerik, Kabarettist Michael Quast, die Schriftstellerin Karen Duve, Schriftsteller Friedrich Christian Delius sowie Schauspieler Günther Strack und Harald Schmidt (vor seinem bekannt werden). Geführt wurde es ab 1972 von deren Nichte Wilma Harms.

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